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Die Fastenzeit beginnt – Tipps zum Fasten

Fastenzeit Aschermittwoch Schild„Am Aschermittwoch ist alles vorbei, die Schwüre von Treue sie brechen entzwei. Von all deinen Küssen darf ich nichts mehr wissen. Wie schön es auch sei – dann ist alles vorbei“ so heißt es in einem bekannten Karnevalslied von Jupp Schmitz.

Ja, Aschermittwoch ist der Tag an dem die närrische Zeit vorbei ist und die Fastenzeit beginnt.

Fastendauer: Wie lange fasten?

Die Fastenzeit beträgt insgesamt 40 Tage. Die 40 Tage erinnern an die Zeit, die Jesus in der Wüste verbrachte, in der er durch den heiligen Geist geführt wurde. Der Fasten Zeitraum streckt sich in diesem Jahr von Mittwoch, 14. Februar bis Samstag, 31. März 2018. Zwischen diesen beiden Daten liegen 46 Tage. Allerdings sind die sechs Sonntage, die dazwischen liegen, fastenfrei.

Was wird gefastet?

Im Mittelalter waren die Fastenregel sehr streng. Es durften nur drei Bisse Brot und drei Schlucke Wasser oder Bier getrunken werden. Dies wurde jedoch mit der Zeit gelockert und es galt ein Fleischverzicht für die gesamte Fastenzeit.
In der heutigen Zeit kann Fasten viele verschiedene Formen annehmen. Laut dem Schreiben der deutschen Bischofskonferenz von 1996 kann Fasten folgendes beinhalten:
„Verzicht auf Fleischspeisen, der nach wie vor sinnvoll und angemessen ist, spürbare Einschränkung im Konsum, besonders bei Genussmitteln, Dienste und Hilfeleistungen für den Nächsten. Das durch das Freitagsopfer Ersparte sollte mit Menschen in Not geteilt werden. Auch eine andere spürbare Einschränkung im Konsumverhalten ist denkbar.“
Es gibt daher viele verschiedene Möglichkeiten zu fasten – und das nicht nur als Erwachsener!

Wir haben ein paar tolle Ideen für euch, wie man gemeinsam mit Kindern auf kleine Dinge in der Fastenzeit verzichten kann. Aber aufgepasst: Augenscheinlich kleine und einfache Dinge zum Fasten können auch zu einer wirklich großen Herausforderung werden.😉

10 Dinge, auf die man in der Fastenzeit verzichten kann

1. Nuss-Nougat-Creme Verzicht

Beginnen wollen wir mal mit einer augenscheinlich kleinen und einfachen Sache, die man fasten kann. Auf den süßen schokoladigen Aufstrich verzichten?! – „Das klingt doch eigentlich einfach – ist ja nur ein Nahrungsmittel“.

Nuss-Nougatcreme LöffelBedenkt man jedoch, dass im Jahr 2017 rund 10 Millionen Deutsche mehrmals pro Woche Nuss-Nougatcreme konsumieren, zeigt es, dass der Verzicht dem ein oder anderen doch vielleicht schwerfällt.

Überlegt man erstmal selbst, was alles auf dem Frühstückstisch zu finden ist, fällt auf, dass Nutella ja fast schon zur Grundausstattung gehört. Gerade die Kleinen lieben doch die süße, schokoladige Creme und wollen nicht darauf verzichten.

Also eine super Idee die 40 Tage mal gemeinsam in der Familie darauf zu verzichten und das Frühstück ein Tick gesünder zu gestalten. 😉

2. Medienverzicht

Der durchschnittliche Fernsehkonsum in Deutschland liegt bei circa 170 min. täglich. Wir lassen uns also über zwei Stunden täglich vom Fernseher berieseln. Da wäre es doch mal eine schöne Idee den Konsum einzuschränken und z. B. auf zwei Stunden in der Woche oder die 40 Tage komplett auf Fernsehen zu verzichten.

In der geschenkten Zeit könnte man mal wieder Dinge machen, die sonst zeitlich zu kurz kommen. Gemeinsam mit der Familie Brettspiele spielen, Fotoalben erstellen, spazieren gehen, aussortieren oder basteln.

3. Autoverzicht

Das Autofasten kann sicherlich nicht jeder und funktioniert auch nicht in jeder Lebenssituation. Jedoch kann man mal nach Alternativen z. B. Öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn schauen, Fahrgemeinschaften bilden oder kleine Fahrten auch anders erledigen. Der kurze Weg zur Post oder das Kind zur KITA bringen? – Das geht auch bestimmt mal mit dem Fahrrad.

Tut nicht nur der Umwelt gut, sondern hält uns dazu auch noch fit. 😉

4. Süßigkeiten-Verzicht

Die wohl häufigste Variante des Fastens in der Fastenzeit ist das Süßigkeitenfasten. Bonbons im GlasGerade nach Fasching ist der Süßigkeitenschrank noch prall gefüllt und so wird das ein oder andere Stück Schokolade mehr verzehrt. Das gleiche gilt bei den Kids. 😉

40 Tage auf Süßigkeiten zu verzichten ist nicht nur gesünder, sondern führt auch dazu, dass man Süßigkeiten wieder bewusster isst und wahrnimmt.

5. Smartphone-Verzicht

Smartphone-Verzicht für vier Wochen klingt wirklich sehr schlimm, vielleicht sogar unmöglich?

Dann ist es doch höchste Zeit der Abhängigkeit mal entgegenzuwirken und für die paar Wochen aufs Handy zu verzichten. Wem die Smartphone-Diät zu hart erscheint, kann auch hier wieder die Zeit des Smartphones z. B. auf eine Stunde Nutzungsdauer täglich  beschränken oder bestimmte Zeitfresser Apps in der Zeit einfach deinstalliert oder „gestoppt“ werden.

 6. Fleischverzicht

LachsDer traditionelle Ansatz des Fastens – kein Fleisch und das für 40 Tage. Wenn das dem ein oder anderen zu radikal ist, kann man auch den Fleischkonsum minimieren. Den Konsum auf ein Stück Fleisch in der Woche zu reduzieren ist schon ein sehr guter Anfang.

Eine gute Alternative zu Fleisch wäre aber auch ein leckeres Gericht mit Fisch. Das müssen auch nicht immer die bei Kindern beliebten Fischstäbchen sein. Mit ein bisschen Kreativität können auch Lachs und Co. den Kleinen schmecken.

7. Süße Getränke – Verzicht

Softdrinks wie Fanta, Cola und Sprite lieben Kinder und doch weiß jeder wie ungesund sie ist. Wie wäre es denn mal auf die süßen Getränke zu verzichten und mal wieder ausschließlich Wasser oder ungesüßte Getränke zu trinken?

Wieder ein perfekter Fastentipp für die gesamte Familie.

8. Plastikfasten

Wieso nicht mal die Fastenzeit dazu nutzen, bewusst zu vermeiden, was in Plastik Plastikbecher bunteingepackt ist. Beim Einkaufen an seine Textiltasche denken, anstatt die Plastiktüte auf’s Band zu legen, Glas- statt Plastikflaschen und den Joghurt im Glas anstatt im Plastikbecher kaufen.

In vielen Supermärkten gibt es immer mehr Möglichkeiten Obst und Gemüse auch in Papiertüten zu kaufen oder einzeln auf’s Band zu legen.

Eine schöne Idee, die nicht nur die Umwelt freut :)

10. Konsumfasten

Braucht man das wirklich? Viele Dingen die wir kaufen oder im Schrank liegen haben, brauchen wir nicht. Die Fastenzeit kann dazu genutzt werden bewusster zu überlegen, ob man wirklich ein neues Smartphone braucht oder ob das alte nicht auch noch funktioniert. Ob man wirklich 20 einfarbige T-Shirts benötigt oder ob weniger Shirts vielleicht doch ausreichen.

Auch können Dinge gebraucht gekauft werden. Tipp für Eltern: Schaut mal bei Mamikreisel vorbei. Hier findet ihr viele gebrauchte Kleidung und Alltagsgegenstände für Eltern, Babys und Kinder.

10. Alkoholfasten

Alkoholfasten ist auch eine weit verbreitete Fastenidee. Die Fastenwochen ohne Alkohol gehen schnell vorbei und ihr selbst werdet euch damit bestimmt auch besser fühlen. Die Leber freut sich über die Regenerationszeit und die Waage bestimmt auch. 😉


Was fasten die Deutschen?

Was fasten denn die Anderen? Laut der Forsa-Umfrage fasten die meisten Deutschen Alkohol und Süßigkeiten. Hier die Top 7:

1. Alkohol (67 %)
2. Süßigkeiten (66 %)
3. Fleisch (38 %)
4. Fernsehen (33 %)
5. Rauchen (32 %)
6. Handy, Computer (21 %)
7. Auto (15 %)

Aber egal was man fastet – die erste Zeit ist die schwierigste Zeit. Zuerst müssen die alten Gewohnheiten überwunden werden und das Fasten im Kopf richtig verankert werden. Deshalb: Realistische Ziele setzen, DURCHHALTEN und Erfolge dokumentieren. Mit der richtigen Einstellung schafft ihr all eure Fastenziele. 😊 💪


fragezeichenWas haltet ihr vom Fasten? Fastet ihr auch mit euren Kindern und wenn ja welche Dinge? Habt ihr die letzten Male bereits gefastet und durchgehalten?

Das HOBEA-Germany Team wünscht eine erfolgreiche Fastenzeit mit viel Durchhaltevermögen und einer gesunden und bewussteren Zeit.

 

3 Gedanken zu „Die Fastenzeit beginnt – Tipps zum Fasten“

  1. Als ich den ersten Teil gelesen habe, dachte ich mir: „Wow, endlich mal jemand, der sich auskennt und darauf aufmerksam macht.“ Gut, dass jemand darauf aufmerksam macht, dass die Sonntage keine Fastentage sind. Die meisten wissen dies nämlich gar nicht.

  2. Ich faste dieses Jahr zum ersten Mal. Daher möchte ich auf Süßigkeiten und auf alles andere was süß ist (Kuchen, süße Getränke) verzichten. Bis jetzt wusste ich auch nicht, dass man an Sonntagen nicht fastet. Aber ich möchte trotzdem versuchen durchgehend zu fasten. Ich wünsche allen einen starken Willen in der Fastenzeit :-)

  3. Ich empfinde die Fastenzeit als eine gute Gelegenheit, mal auf Dinge zu verzichten, von denen wir eh viel zu viel konsumieren, einfach weil es Gewohnheit geworden ist. Ein guter Freund von mir hat es so z. B. geschafft, sich das Rauchen abzugewöhnen (endgültig)… das kann dann auch ein netter Nebeneffekt sein. Da ich selbst eh nicht soviel Süßes esse, habe ich mir vorgenommen, in der Zeit einfach mal auf Alkohol zu verzichten. Auch wenn es am Wochenende ab und an nur ein Sektchen oder ein Bierchen ist, braucht man dies nicht wirklich. Also schließe ich mich meiner Vorrednerin an und wünsche allen viel Erfolg beim Durchhalten… und am Ende vielleicht 1-2 Kilo weniger ;-) !

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