Süßigkeiten während der Schwangerschaft

gummibärchen-in-metallbehälternSchwanger und plötzlich träumt man von wilden Kuchenschlachten und Badewannen voller Schokocreme. Wir geben Informationen über die Wirkung von Schokolade auf Körper und Geist. Außerdem erläutern wir die Risiken von Süßigkeiten während der Schwangerschaft und worauf man in der Schwangerschaft achten sollte.

Wenn man schwanger ist, wird der gesamte Körper in einen hormonellen Kriegszustand versetzt, der die seltsamsten Ernährungsformen zum Vorschein bringt. Manche Frauen haben morgens plötzlich unfassbare Lust auf saure Gurken zum Frühstück oder Heißhunger auf süße Speisen. Eine wesentliche Rolle bei diesen Ernährungsproblemen spielt das Schwangerschaftshormon Beta-HCG, welches bei manchen werdenden Müttern Übelkeit, bei anderen Mamas hingegen Heißhungerattacken auslöst. Der Grund für dieses seltsame Verhalten liegt in der Biologie des Menschen. Denn der Körper versucht beispielsweise fehlende Fettreserven für Schwangerschaft und Stillzeit auszugleichen, indem er vehemente Hungersignale an das Gehirn sendet. Auch Geruchs- und Geschmackssinn wandeln sich, was auch einen sinnvollen Hintergrund hat. Denn vielen schwangeren Frauen vergeht schlagartig die Lust auf ihren morgendlichen, frühstücksbegleitenden Kaffee oder Zigaretten. Dies ist eine natürliche Schutzfunktion zu Gunsten des entstehenden Lebens im Körper.

Der Körper schützt damit also in erster Linie das Kind. Aber warum haben dann so viele Frauen auch unberechenbare Lust auf süße Speisen? Sind diese etwa gesund für das Kind und wenn nicht, was gibt es bzgl. Süßigkeiten in der Schwangerschaft zu beachten?

Wieso macht Schokolade glücklich?

Dass die handelsübliche Schokolade nicht zu den gesundheitsfördernden Nahrungsmitteln gehört, gerade auch aufgrund des überhöhten Zucker- und Kaloriengehalts, kriegen wir bereits seit Kindesbeinen eingetrichtert. Man soll es einfach meiden, sonst leidet man später an Fettleibigkeit oder kriegt im schlimmsten Fall sogar noch Diabetes. Schokolade hat allerdings ebenfalls den positiven Ruf ein Seelentröster, Stimmungsheber und Stresspuffer zu sein. Der körperliche Krankmacher soll also andererseits psychischer Gesundmacher sein. Schokolade hat dabei durchaus die fragwürdige Macht, die Stimmung kurzzeitig zu pushen – darüber sind sich Forscher heutzutage einig. Diese Eigenschaft haben diverse illegale Drogen aber auch, weshalb man sie dennoch nicht freizügig konsumiert. Finnische Forscher berichteten im Jahr 2004 bereits über die emotionale Wirkung des braunen Golds (oder Gifts- wie man’s nimmt). Doch nun kommt das irritierende Ergebnis: Frauen, die während ihrer Schwangerschaft jeden Tag ein Stück Schokolade verzehrten, bekamen Kinder, die im Alter von sechs Monaten glücklicher waren, gemessen am kindlichen Lachen und Lächeln, als ihre schokolosen Artgenossen. Das alles kann auf chemischer Basis begründet werden. Denn die kleine aber feine Aminosäure Tryptophan dient als Ausgangsstoff für den Glücksboten Serotonin. Ein Mangel an diesem Signalstoff kann sogar der Auslöser von Depressionen und Angstzuständen sein. Schokokonsumenten können also kurz aufatmen. Tryptophan ist allerdings ebenfalls in hohen Mengen in Cashewkernen, Sojabohnen oder aber dem natürlichen, ungesüßten Kakaopulver enthalten. Der in der Schokolade enthaltene Zucker unterstützt jedoch die Wirkung des Tryptophans zusätzlich, denn dieser regt die Ausschüttung von Insulin an. Dieser sorgt dafür, dass der Stoff schneller das Gehirn erreicht. Das bewirkt, dass der Serotoninspiegel und damit das Glücksempfinden kurzzeitig in die Höhe schießen und man nach dem Schokorausch zufrieden und glücklich durch die Welt wandelt.

Was Schokolade alles kann

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Die Meinung der Spitzschlammschnecken-Forschung (ja, du liest richtig) spielt in der Beantwortung ob Schokolade gesund für den Menschen ist eine entscheidende Rolle. Denn an ihnen wurde erforscht, ob Schokolade das Lernen, beziehungsweise das Erinnerungsvermögen, fördert. Schokolade könnte also schlau machen, so die Schneckenforscher. Das Ergebnis ist tatsächlich verblüffend: In dem Test wurde die Wirkung eines bestimmten Flavonoid, welches selbstverständlich in Schokolade enthalten ist, auf das Erinnerungsvermögen untersucht. Um dies zu überprüfen brachten versierte Schneckentrainer den Tieren bei im sauerstoffarmen Wasser ihre Atemöffnung geschlossen zu halten. (Wie genau ein solches Training aussieht, können wir an dieser Stelle leider nicht beantworten – vielleicht probieren wir es einmal in unserer Freizeit ;)). Das Training war lang genug um im Kurzzeitgedächtnis gespeichert zu werden, aber zu kurz um in das Langzeitgedächtnis zu gelangen. Unter dem Einfluss von Epicatechin gelang es den Schnecken allerdings sich bis zu drei Tagen an das Erlernte zu erinnern und die Erinnerung, die unter Einfluss des Flavonoids erlernt wurde, war auch stark genug um sich gegen spätere Erinnerungen durchzusetzen.

Die Forscher sind daher der Auffassung, dass bereits ein Riegel dunkler Schokolade das Erinnerungsvermögen des Menschen signifikant verbessern könne. In Maßen scheint das braune Gold also durchaus gesundheitsfördernde Aspekte zu haben.

Negative Auswirkung von Schokolade

Das Problem an der Schokolade  – oder besser gesagt allgemein an Süßigkeiten und Lebensmitteln mit einem hohen glykämischen Index – ist das in die Höhe schnellen des Blutzuckerspiegels. Gerade in der Schwangerschaft kann das besonders gefährliche Auswirkungen haben. Dies wurde mittels einer Untersuchung an trächtigen Schafen gezeigt. Diese erhielten in dem Test Nahrungsmittel, die den Blutzuckerspiegel enorm ansteigen ließen. Die Lämmer dieser Tiere hatten bei der Geburt ein deutlich höheres Geburtsgewicht und legten auch signifikant stärker und schneller am Gesamtgewicht zu. Blutzucker beeinflusst dementsprechend das Wachstum und den Fettstoffwechsel des Kindes- nicht nur der Lämmer. Dadurch erhöht sich das Risiko für eine spätere Fettleibigkeit enorm.

Zu beachten ist auch, dass die Hormone, die schwangere Frauen produzieren, den Stoffwechsel allgemein beeinflussen. Dazu gehört auch der Zuckerstoffwechsel. Rund vier Prozent der werdenden Mütter leiden dadurch an der sogenannten Schwangerschaftsdiabetes. Da Blutzuckertests allerdings nicht zu den relevanten Routineuntersuchungen zählen liegt die Zahl der Frauen, bei denen Schwangerschaftsdiabetes vorliegt aber unerkannt bleibt, sicherlich höher.

Was sollten Schwangere nicht essen?

schwangere-frau-in-herbstlandschaftBesonders interessant ist nicht nur die Wirkung von Schokolade auf das ungeborene Baby – sondern auch die Wirkung anderer Süßigkeiten. Viele Süßigkeiten rangieren auf der Tabu-Liste der Lebensmittel in der Schwangerschaftsernährung. Besonders gefährlich ist hier das schwarze Wunderwerk Lakritz, dem ja eigentlich zahlreiche positive Effekte nachgesagt werden. Oft ist unbekannt, dass der Urstoff der schwarzen, handelsüblich in Schneckenform oder als Stangen erhältlichen „Süßigkeit“ natürlichen Ursprungs ist. Im Süßholz ist der sogenannte Stoff Glycyrrhizin enthalten, welcher besonders bei Husten eine besonders heilende Wirkung entfacht. Dieses wirkt im Krankheitsfall schleimlösend. Zusätzlich wurde eine antibakterielle, pilzhemmende Wirkung des Lakritz wissenschaftlich bestätigt. In der fernöstlichen Medizin wird Lakritz zudem für die Behandlung von Hepatitis-Erkrankungen und Leberzirrhose verwendet.

Lakritz in der Schwangerschaft

Problematisch wird das schwarze Gesundheitsgold Lakritz allerdings bei höheren Dosen, denn beispielsweise wurde bei Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft Lakritz verzehrten, ein deutlich erhöhtes Cortisol-Level gemessen. Bei Cortisol handelt es sich um ein Stresshormon, welches Verhaltens- und Konzentrationsprobleme hervorrufen kann. Experten raten dementsprechend dazu gewisse Mengen an Glycyrrhizin nicht zu überschreiten. Dies sollte aber im Idealfall zuvor mit einem Arzt abgeklärt werden.

Man kann weder Schokolade noch Lakritz verteufeln und sie mit einem „Vorsicht: Pures Gift“-Stempel versehen. Beide Produkte haben auch positive und medizinisch belegte Eigenschaften. Wie das aber bei allem im Leben ist- zu viel des Guten verkehrt das Gute schnell ins Schlechte. Schwangere Mamas müssen besonders auf ihre Ernährung achten. Sie essen für zwei, daher sollten die verzehrten Lebensmittel allgemein von hoher Qualität sein.

Interessant ist beispielsweise auch eine Studie, die mit 2.500 schwangeren Frauen von der University Yale durchgeführt wurde. Hier wurde die Wirkung von Schokolade (echter Schokolade, mit einem Kakaoanteil von über 70 Prozent), auf die so genannte Präeklampsie, die Schwangerschaftsvergiftung – die Hauptursache für Früh- aber auch Fehl- und Totgeburten ist getestet. Und siehe da: Frauen, die regelmäßig dunkle Schokolade aßen, hatten ein um 50 Prozent gesenktes Risiko an Besagtem zu erkranken.

Dementsprechend gilt auch: Süßigkeit ist nicht gleich Süßigkeit und Schokolade nicht gleich Schokolade. Wer wertlose, hoch zucker- und fetthaltige Produkte in erhöhtem Maße konsumiert, der kann- ob schwanger oder nicht- mit Problemen rechnen. Wer am Tag aber einen halben Riegel dunkler, hochwertiger Schokolade konsumiert, der reduziert damit nicht nur gewisse gesundheitliche Risiken, sondern macht das Baby sogar zu einem kleinen Happy-Minime.

Ernährung während der Schwangerschaft

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Wie bereits erwähnt, sollten schwangere Frauen besonderen Wert auf ihre Ernährung legen. Heißhungerattacken können beispielsweise durch besagte dunkle Schokolade, aber auch Obst abgewehrt werden. Da im Obst ebenfalls Fruchtzucker enthalten ist, sollte man auch damit nicht übertreiben. Des Weiteren sollte Obst und Gemüse vor dem Verzehr gut abgewaschen werden. Auch Weizenprodukte sollten durch Vollkorn und andere komplexere Speisen ersetzt werden. Zu Reis kann man bestens große Portionen an Gemüse oder Fleisch, wie zum Beispiel Hähnchen kombinieren, um eine ausgewogene, gesunde Mahlzeit zu sich zu nehmen. Fisch und Fleisch sollten außerdem von guter Qualität sein- darauf sollte man in der Schwangerschaft verstärkt Wert legen.

Wichtig ist, dass man während der Schwangerschaft keine Berge aus Nahrung zu sich nehmen sollte. Ein weit verbreiteter Irrglaube, der selbstverständlich darauf beruht, dass man da eben ein wachsendes Kind im Bauch hat, welches viel Essen zum Gedeihen benötigt. Der Kalorienbedarf liegt allerdings während der Schwangerschaft (ab circa dem vierten Monat) nur leicht über dem Normalbedarf- etwa 250 Kalorien, was einem Käsebrot entspricht. Relevant sind also nicht die Mengen, sondern nur die Qualität der Nahrungsmittel.

Kritische Lebensmittel in der Schwangerschaft

Neben Süßigkeiten gibt es zusätzlich einige andere Lebensmittelgruppen, die ihre Tücken haben. So sollte man beispielsweise Rohmilchprodukte wie Brie, Feta oder auch diverse Mozzarella-Sorten strikt umschiffen. Diese unterliegen in Deutschland glücklicherweise einer Kennzeichnungspflicht. Pasteurisierte Produkte sind in der Schwangerschaft aber kein Problem, sondern werden- ganz im Gegensatz- sogar empfohlen. Auch halbrohe, tierische Produkte wie Tatar, Carpaccio oder Sushi sind während der Schwangerschaft Tabu und selbstverständlich koffeinhaltige Getränke und Alkohol – in jeder erdenklichen Form.


fragezeichenHabt ihr während der Schwangerschaft vollständig auf Süßigkeiten verzichtet? Welche Erfahrungen konntet ihr mit Süßigkeiten in der Schwangerschaft sammeln?
Habt ihr spezielle Ernährungstipps und Empfehlungen für werdende Mütter?

Das HOBEA-Germany Team wünscht eine gesunde, aber dennoch genüssliche Schwangerschaft mit dem ein oder anderen kleinen Stückchen dunkler Schokolade. :)

Die Fastenzeit beginnt – Tipps zum Fasten

Fastenzeit Aschermittwoch Schild„Am Aschermittwoch ist alles vorbei, die Schwüre von Treue sie brechen entzwei. Von all deinen Küssen darf ich nichts mehr wissen. Wie schön es auch sei – dann ist alles vorbei“ so heißt es in einem bekannten Karnevalslied von Jupp Schmitz.

Ja, Aschermittwoch ist der Tag an dem die närrische Zeit vorbei ist und die Fastenzeit beginnt.

Fastendauer: Wie lange fasten?

Die Fastenzeit beträgt insgesamt 40 Tage. Die 40 Tage erinnern an die Zeit, die Jesus in der Wüste verbrachte, in der er durch den heiligen Geist geführt wurde. Der Fasten Zeitraum streckt sich in diesem Jahr von Mittwoch, 14. Februar bis Samstag, 31. März 2018. Zwischen diesen beiden Daten liegen 46 Tage. Allerdings sind die sechs Sonntage, die dazwischen liegen, fastenfrei.

Was wird gefastet?

Im Mittelalter waren die Fastenregel sehr streng. Es durften nur drei Bisse Brot und drei Schlucke Wasser oder Bier getrunken werden. Dies wurde jedoch mit der Zeit gelockert und es galt ein Fleischverzicht für die gesamte Fastenzeit.
In der heutigen Zeit kann Fasten viele verschiedene Formen annehmen. Laut dem Schreiben der deutschen Bischofskonferenz von 1996 kann Fasten folgendes beinhalten:
„Verzicht auf Fleischspeisen, der nach wie vor sinnvoll und angemessen ist, spürbare Einschränkung im Konsum, besonders bei Genussmitteln, Dienste und Hilfeleistungen für den Nächsten. Das durch das Freitagsopfer Ersparte sollte mit Menschen in Not geteilt werden. Auch eine andere spürbare Einschränkung im Konsumverhalten ist denkbar.“
Es gibt daher viele verschiedene Möglichkeiten zu fasten – und das nicht nur als Erwachsener!

Wir haben ein paar tolle Ideen für euch, wie man gemeinsam mit Kindern auf kleine Dinge in der Fastenzeit verzichten kann. Aber aufgepasst: Augenscheinlich kleine und einfache Dinge zum Fasten können auch zu einer wirklich großen Herausforderung werden.😉

10 Dinge, auf die man in der Fastenzeit verzichten kann

1. Nuss-Nougat-Creme Verzicht

Beginnen wollen wir mal mit einer augenscheinlich kleinen und einfachen Sache, die man fasten kann. Auf den süßen schokoladigen Aufstrich verzichten?! – „Das klingt doch eigentlich einfach – ist ja nur ein Nahrungsmittel“.

Nuss-Nougatcreme LöffelBedenkt man jedoch, dass im Jahr 2017 rund 10 Millionen Deutsche mehrmals pro Woche Nuss-Nougatcreme konsumieren, zeigt es, dass der Verzicht dem ein oder anderen doch vielleicht schwerfällt.

Überlegt man erstmal selbst, was alles auf dem Frühstückstisch zu finden ist, fällt auf, dass Nutella ja fast schon zur Grundausstattung gehört. Gerade die Kleinen lieben doch die süße, schokoladige Creme und wollen nicht darauf verzichten.

Also eine super Idee die 40 Tage mal gemeinsam in der Familie darauf zu verzichten und das Frühstück ein Tick gesünder zu gestalten. 😉

2. Medienverzicht

Der durchschnittliche Fernsehkonsum in Deutschland liegt bei circa 170 min. täglich. Wir lassen uns also über zwei Stunden täglich vom Fernseher berieseln. Da wäre es doch mal eine schöne Idee den Konsum einzuschränken und z. B. auf zwei Stunden in der Woche oder die 40 Tage komplett auf Fernsehen zu verzichten.

In der geschenkten Zeit könnte man mal wieder Dinge machen, die sonst zeitlich zu kurz kommen. Gemeinsam mit der Familie Brettspiele spielen, Fotoalben erstellen, spazieren gehen, aussortieren oder basteln.

3. Autoverzicht

Das Autofasten kann sicherlich nicht jeder und funktioniert auch nicht in jeder Lebenssituation. Jedoch kann man mal nach Alternativen z. B. Öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn schauen, Fahrgemeinschaften bilden oder kleine Fahrten auch anders erledigen. Der kurze Weg zur Post oder das Kind zur KITA bringen? – Das geht auch bestimmt mal mit dem Fahrrad.

Tut nicht nur der Umwelt gut, sondern hält uns dazu auch noch fit. 😉

4. Süßigkeiten-Verzicht

Die wohl häufigste Variante des Fastens in der Fastenzeit ist das Süßigkeitenfasten. Bonbons im GlasGerade nach Fasching ist der Süßigkeitenschrank noch prall gefüllt und so wird das ein oder andere Stück Schokolade mehr verzehrt. Das gleiche gilt bei den Kids. 😉

40 Tage auf Süßigkeiten zu verzichten ist nicht nur gesünder, sondern führt auch dazu, dass man Süßigkeiten wieder bewusster isst und wahrnimmt.

5. Smartphone-Verzicht

Smartphone-Verzicht für vier Wochen klingt wirklich sehr schlimm, vielleicht sogar unmöglich?

Dann ist es doch höchste Zeit der Abhängigkeit mal entgegenzuwirken und für die paar Wochen aufs Handy zu verzichten. Wem die Smartphone-Diät zu hart erscheint, kann auch hier wieder die Zeit des Smartphones z. B. auf eine Stunde Nutzungsdauer täglich  beschränken oder bestimmte Zeitfresser Apps in der Zeit einfach deinstalliert oder „gestoppt“ werden.

 6. Fleischverzicht

LachsDer traditionelle Ansatz des Fastens – kein Fleisch und das für 40 Tage. Wenn das dem ein oder anderen zu radikal ist, kann man auch den Fleischkonsum minimieren. Den Konsum auf ein Stück Fleisch in der Woche zu reduzieren ist schon ein sehr guter Anfang.

Eine gute Alternative zu Fleisch wäre aber auch ein leckeres Gericht mit Fisch. Das müssen auch nicht immer die bei Kindern beliebten Fischstäbchen sein. Mit ein bisschen Kreativität können auch Lachs und Co. den Kleinen schmecken.

7. Süße Getränke – Verzicht

Softdrinks wie Fanta, Cola und Sprite lieben Kinder und doch weiß jeder wie ungesund sie ist. Wie wäre es denn mal auf die süßen Getränke zu verzichten und mal wieder ausschließlich Wasser oder ungesüßte Getränke zu trinken?

Wieder ein perfekter Fastentipp für die gesamte Familie.

8. Plastikfasten

Wieso nicht mal die Fastenzeit dazu nutzen, bewusst zu vermeiden, was in Plastik Plastikbecher bunteingepackt ist. Beim Einkaufen an seine Textiltasche denken, anstatt die Plastiktüte auf’s Band zu legen, Glas- statt Plastikflaschen und den Joghurt im Glas anstatt im Plastikbecher kaufen.

In vielen Supermärkten gibt es immer mehr Möglichkeiten Obst und Gemüse auch in Papiertüten zu kaufen oder einzeln auf’s Band zu legen.

Eine schöne Idee, die nicht nur die Umwelt freut :)

10. Konsumfasten

Braucht man das wirklich? Viele Dingen die wir kaufen oder im Schrank liegen haben, brauchen wir nicht. Die Fastenzeit kann dazu genutzt werden bewusster zu überlegen, ob man wirklich ein neues Smartphone braucht oder ob das alte nicht auch noch funktioniert. Ob man wirklich 20 einfarbige T-Shirts benötigt oder ob weniger Shirts vielleicht doch ausreichen.

Auch können Dinge gebraucht gekauft werden. Tipp für Eltern: Schaut mal bei Mamikreisel vorbei. Hier findet ihr viele gebrauchte Kleidung und Alltagsgegenstände für Eltern, Babys und Kinder.

10. Alkoholfasten

Alkoholfasten ist auch eine weit verbreitete Fastenidee. Die Fastenwochen ohne Alkohol gehen schnell vorbei und ihr selbst werdet euch damit bestimmt auch besser fühlen. Die Leber freut sich über die Regenerationszeit und die Waage bestimmt auch. 😉


Was fasten die Deutschen?

Was fasten denn die Anderen? Laut der Forsa-Umfrage fasten die meisten Deutschen Alkohol und Süßigkeiten. Hier die Top 7:

1. Alkohol (67 %)
2. Süßigkeiten (66 %)
3. Fleisch (38 %)
4. Fernsehen (33 %)
5. Rauchen (32 %)
6. Handy, Computer (21 %)
7. Auto (15 %)

Aber egal was man fastet – die erste Zeit ist die schwierigste Zeit. Zuerst müssen die alten Gewohnheiten überwunden werden und das Fasten im Kopf richtig verankert werden. Deshalb: Realistische Ziele setzen, DURCHHALTEN und Erfolge dokumentieren. Mit der richtigen Einstellung schafft ihr all eure Fastenziele. 😊 💪


fragezeichenWas haltet ihr vom Fasten? Fastet ihr auch mit euren Kindern und wenn ja welche Dinge? Habt ihr die letzten Male bereits gefastet und durchgehalten?

Das HOBEA-Germany Team wünscht eine erfolgreiche Fastenzeit mit viel Durchhaltevermögen und einer gesunden und bewussteren Zeit.

 

Die Kilos schmelzen: So wirst du Winterspeck und Schwangerschaftspfunde los!

Ein neues Jahr beginnt oftmals mit guten Neujahrsvorsätzen – ideal um etwas für den Körper zu tun und im kommenden Sommer schön und schlank zurückzukehren! Wir geben Tipps, wie die Kilos schmelzen!

Die Schwangerschaft ist eine besonders aufregende Zeit für die werdende Mutter. Aber sie zehrt auch am Körper und vor allem an der ursprünglich schlanken, fitten Figur so mancher Mutti. Im neuen Jahr setzen sich viele gute Vorsätze und wollen mehr Sport treiben, nach dem Winter folgen die Jahreszeiten Frühling und Herbst und somit auch Waagedie Zeit der Bademode, kurzer Kleider und Shorts. Jetzt kann Mama noch so richtig Gas geben und bis zum Sommer 2018 überflüssige Kilos der Schwangerschaft abtrainieren zu können. Eine geeignete Diät und Sport sind dafür natürlich die unerlässliche Basis. Das Baby muss in der Zeit wo Mama die schweißtreibenden Workouts absolviert aber nicht stumm zuschauen, sondern kann aktiv daran teilhaben, denn so ein Baby zu stemmen ist nicht nur ideal um zarte Muskeln hervor zu bringen, sondern das Kleine hat an der ganzen Sache auch noch große Freude.

Wie sich das Ganze gestaltet findet ihr gleich im Anschluss, nachdem die Frage geklärt ist, wie viele Mutti-Kilos denn überhaupt normal sind. Die spannende Antwort gibt die Universität Jena, die einmal grob durchgerechnet hat, was durch die Schwangerschaft so alles anfällt und kam auf eine durchschnittliche Gewichtszunahme von 13 stolzen Baby- Kilos. Dies kommt aber nicht nur durch zusätzliche Nahrung oder Hormonumstellung zustande, sondern es ist einfach Fakt, dass zwei Menschen mehr wiegen als einer.

Hier einmal eine grobe Übersicht, woher die Zusatzpfunde im Detail stammen:

  • Wassereinlagerungen: circa 1,7 Kilo
  • Zusätzliche Energiereserven, die der Körper für das Stillen parat legt: circa 3,4 Kilo
  • Höhere Blutmenge: circa 1,2 Kilo
  • Gebärmutter: circa 1 Kilo
  • Brüste: circa 0,4 Kilo
  • Das Kind: circa 3,4 Kilo
  • Plazenta: circa 0,6 Kilo
  • Fruchtwasser: circa 0,8 Kilo

In der Realität variieren diese Zahle natürlich massiv, da jede Frau beispielsweise unterschiedlich viel Fruchtwasser produziert und eine unterschiedlich große Plazenta entwickelt. Im Körper der werdenden Mutter verändert sich also eine ganze Menge- und dies spiegelt sich auf der Waage wieder- zu Beginn der Schwangerschaft stammen die Kilos vor allem von hormonellen Veränderungen, später kommt das Zusatzgewicht des Embryos hinzu.

9 Monate verschwinden nicht in 9 Tagen!

Das Wichtigste zuerst: eine Rückbildung und das Wiedererreichen der ursprünglichen Figur braucht Zeit, denn Babys bringt nun einmal nicht der Storch! In den vergangenen Monaten der Schwangerschaft hat der Körper unglaubliche Veränderungen durchlebt, die sich nicht binnen weniger Wochen zurückspulen lassen, sondern nach und nach abgebaut werden. Muskulatur und Gewebe sind durch die Entbindung stark ausgelastet, gedehnt und beansprucht worden.

Für viele Frauen ist das Abnehmen der überflüssigen Kilos meist ein sehr wichtiges Anliegen, direkt nach der Geburt. Hier gilt es aber Ruhe zu bewahren und sich erst einmal von den Strapazen zu erholen und nicht kurz nach dem Wochenbett bereits mehrere Stunden im Fitnessstudio zu rackern. Man sollte ungefähr die Zeit der Schwangerschaft, also neun Monate, einplanen um den Körper zurück in den Normalzustand zu bekommen. Nach der Geburt sind Beckenbodentraining und Rückbildungsgymnastik besonders wichtig. Die Organe müssen sich erst einmal sortieren und laufende Rückbildungsprozesse sollten unterstützt und angekurbelt werden. Auch ist es so, dass rund sechs bis sieben Kilo allein durch die Entbindung purzeln, was natürlich auf das Gewicht von Baby, Plazenta und Co. zurückzuführen ist.

Fakt ist letztlich, dass das Weltbild, durch Stars und Sternchen in den Medien, die binnen weniger Wochen wieder in Size Zero Hosen durch die Weltgeschichte stöckeln stark verzerrt ist: Dein Körper hat gerade einen kleinen Menschen erschaffen, das darf man dir auch ansehen.

Hungern und Baby

Wer sich dazu entschiedet, sofort nach der Schwangerschaft eine Radikaldiät einzulegen setzt einiges aufs Spiel, denn das Zusatzpolster soll der Mutter auch die nötige Kraft geben um sich intensiv um das Kind zu kümmern. Hungern macht schlechte Laune und fördert zusätzlich den empfundenen Stress, den man aber durch ein neugeborenes Baby bereits ausreichend zu bekämpfen hat. Es ist klar, dass es aktuell wichtigere Belange zu klären gibt als die nicht passenden Jeans. Keine Sorge Muttis, da passt ihr früh genug wieder rein und das ganz ohne schlechte Laune und nervliche Erschöpfung!

Interessant ist auch, dass es Frauen die Stillen etwas einfacher haben auf dem Weg zurück zur Normalfigur! Das Stillen erfordert einen Mehrbedarf von 530 Kalorien, wodurch schätzungsweise ein Kilo im Monat ganz von alleine verschwindet.

Sport? Ja! Aber bitte nicht übertreiben!

Young mother exercises in a autumn park. Wears gray sport shoes, pushes a pram, close up, back viewSport ist, selbstverständlich nachdem man sich vom ersten Schock der Geburt erholen konnte und der Tagesablauf etwas eingependelter, routinierter verläuft, das Pflichtprogramm aller abnehmwilligen Mütter. Dabei gilt jedoch, dass Hochleistungssport vermieden wird- ein lockerer Einstieg ist hier gefordert, denn nach der Schwangerschaft fängt man auf der sportlichen Ebene meist wieder ganz klein an. Mit dem Kind durch den Park um den Stoffwechsel anzukurbeln oder auch Walken mit dem Baby im Kinderwagen sind lockere Programme um Sport in den Alltag mit Baby zu integrieren. Auch moderate Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen sind geeignet. Allgemein gilt: Am Anfang sollte man auf Sportarten, die die Herzfrequenz nicht über 140 hinaus schießen lassen, zurückgreifen.

Die Schwangerschaft als Chance

Für viele Frauen, die vor der Schwangerschaft einen ungesunden Lebensstil, geprägt durch schlechtes Essen, unzureichende Bewegung und vielleicht sogar Alkohol und Tabak, gelebt haben, erweist sich die Schwangerschaft und die anschließende Phase der Rückbildung sogar als echte Chance, denn hier ist man praktisch gezwungen sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sollten an die Stelle von Weizen, fettem Fleisch und natürlich Süßigkeiten treten.

Wichtig sind die folgenden Ernährungsregeln um bereits im ersten Jahr nach der Entbindung effektiv Gewicht abzubauen:

  • Regelmäßig essen- und zwar das Richtige! Dazu gehört vor allem viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und wenig zuckerversetze Lebensmittel. Die Regelmäßigkeit in der Nahrungsaufnahme beugt Heißhungerattacken und wilden Gelüsten vor.
  • Den Kalorienbedarf anpassen: wird gestillt, darf auch etwas mehr gegessen werden, wird Brei gefüttert oder mit Fläschchen ernährt, kann man sich die Zusatzkalorien sparen.
  • Auf die Getränke achten: viele Frauen ernähren sich gesund und nehmen dennoch nicht ab, was an den versteckten Kalorien in Getränken liegt. Der Latte Macchiato zum Vollkornbrot mit Frischkäse schraubt die Kalorienbilanz beispielsweise bereits um 250 Punkte nach oben. Dies kann man leicht abändern!
  • Alternativen schaffen: Statt fertigem Erdbeerjoghurt aus dem Plastikbecher lieber frisch anrühren- da hat man den Zuckeranteil selbst in der Hand! Statt „Fitnessbrot“ oder „Weltmeisterstulle“ zu Pumpernickeln und gesundem Vollkornbrot greifen- hier gilt auf die Inhaltsangabe zu achten, denn so manchem Brot wird doch tatsächlich Zucker und andere gruselige Bestandteile zugefügt.
  • Einen Überblick verschaffen: Gerade zu Beginn der Gewichtsreduktion kann es hilfreich sein, alles, was man im Laufe des Tages verzehrt, aufzuschreiben. Hier werden versteckte Kalorien auffällig und man behält den Überblick über die Gesamtzufuhr an Kalorien.

Das Baby joggt heute mit!

Eine ideale Lösung für Sport nach der Rückbildung sind Möglichkeiten, die man mit Baby wahrnehmen kann. Dies sorgt für Nähe zwischen Mutter und Kind und verringert auch noch die Zeiten, in welchen das Kind von Großeltern, anderen Verwandten oder Freunden betreut werden muss.

Das sogenannte „Kangatraining“ ist hier beispielsweise eine optimale Lösung. Die Trainingsmethode findet Anlehnung an das Umhertragen der Kängurus- das Baby sitzt in einer Tragehilfe um die Brust geschnallt und schunkelt mit den Bewegungen der Mutter mit. Die Vorteile: Du bist deinem Baby ganz nah und das Schaukeln und Wippen sorgt zusätzlich dafür, dass kleine Schreihälse sich beruhigen. Außerdem erhöht das zusätzliche Gewicht den Fitness-Effekt! Das Kangatraining kann man ganz locker zu Hause durchführen: flotte Musik anmachen, Baby festschnallen und los geht’s!

Auch „Buggyfitness“ ist eine effektive Methode um das Kind in das alltägliche Sportprogramm einzubeziehen. Der Spaziergang wird ganz einfach mit Walken, Joggen und Ganzkörperübungen verbunden- dies spart Zeit und das Kind kann außerdem friedlich im Buggy an der frischen Luft schlafen. Das Buggyfit-Training kann jede Mami eigenständig oder in der Gruppe durchführen, außerdem spart es Zeit und Nerven. Hier gibt’s mehr Informationen zum Thema Buggyfitness. Das Modell Buggyfitness ist außerdem für jede Mutter geeignet, denn man kann sich ein ganz individuelles Programm erstellen, welches perfekt mit der eigenen Kondition und Beweglichkeit harmoniert.

Auch gibt es heute spezielle Fitnesskurse, die gezielte Übungen mit Baby anbieten. Auch young mother does physical yoga exercises together with her baby boyYogaeinheiten können bestens mit Kind absolviert werde, da bereits kleinere Übungen sowohl Mutter als auch Kind gut tun- so wird beim Yoga beispielsweise auch das Wahrnehmungsvermögen des Kindes geschult, genauso wie Köper- und Nackenmuskulatur. Zusätzlich steigert Yoga das Wohlbefinden des Babys und vermittelt ihm das Gefühl von Geborgenheit!

Entspannung, sanfte, das Gewebe schonende Rückbildung und Zeit mit dem Kind statt Krieg gegen die Kilos, hungern und schlechte Laune- so lautet die einfache Erfolgsformel für eine lockere Rückkehr zum alten Wohlbefinden und einem gesunden, fitten Körper! Ob man fit und gesund ist, misst sich übrigens nicht an der Konfektionsgröße.

 


 

fragezeichenWie seid ihr die überflüssigen Mama-Kilos wieder losgeworden? Habt ihr Tipps aus dem Ernährung- und Fitnessbereich, die ihr für unabdingbar haltet? Habt ihr vielleicht Sportkonzepte, die das Baby aktiv mit einbeziehen, bereits ausprobiert und könnt exklusive Einblicke in Ablauf und Funktionalität gewähren?

Das HOBEA-Germany Team wünscht viel Spaß beim Sport mit Baby und hofft, dass ihr bald euer Wunschgewicht zurückerlangt habt- ganz ohne Hungern und Stress.