Meningitis: Gefahr für Babys und Kinder

Die häufigen Kinderkrankheiten Masern, Windpocken und Scharlach sind wahrscheinlich allen Eltern bekannt. Meningitis hingegen kennen nur wenige und das obwohl eine Meningokokken-Infektion innerhalb von 24 Stunden lebensbedrohlich werden kann. Die wirklich ernstzunehmende Krankheit hat absoluten Aufklärungsbedarf und deshalb freuen wir uns, dass die Aufklärungskampagne MENINGITIS BEWEGT. über die wichtigsten Fragen zu diesem Thema aufklärt.


Kampagne MENINGITIS BEWEGT.

Die deutschlandweite Aufklärungskampagne MENINGITIS BEWEGT. wurde 2016 ins Leben gerufen. Eine Umfrage hatte ergeben, dass Eltern nichts oder nur sehr wenig über Meningokokken und ihre Gefahren wissen.

Die Kampagne möchte vor allem junge Eltern und Personen mit Kinderwunsch auf dieses Thema aufmerksam machen und eine Plattform bieten, auf der man sich ausführlich zu Meningokokken informieren kann. Unterstützt wird die MENINGITIS BEWEGT. Kampagne von der TV- Moderatorin Shary Reeves. Sie ist als Kampagnenbotschafterin von Anfang an mit dabei.

Kampagnenbotschafterin Meningitis bewegt

Was sind eigentlich Meningokokken und was kann bei einer Infektion passieren?

Meningokokken sind Bakterien, die sich im Nasen- und Rachenraum von Menschen ansiedeln und eine Infektion auslösen. Weltweit gibt es zwölf Bakterienstämme.  In Deutschland treten in der Regel nur fünf dieser Serogruppen auf – A, B, C, W135 und Y. Dabei sind Meningokokken B und C sind für den Großteil der Infektionen verantwortlich.

Obwohl eine Ansteckung hierzulande vergleichsweise selten ist – im Jahre 2017 wurden 283 Fälle gemeldet – sind Meningokokken sehr gefährlich. Kommt es zu einer Infektion, kann sie eine Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen.  Innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen, kann dies insbesondere für Säuglinge und Kinder lebensbedrohlich werden. Mögliche Folgen sind Amputationen, Hörverlust und kognitive Einschränkungen wie Lernschwächen. Bis zu eine von zehn Erkrankungen endet tödlich.

Warum sind vor allem Säuglinge und Kleinkinder betroffen?

Proud mother and father smiling at their newborn baby daughter at home

Etwa zehn Prozent der Erwachsenen tragen Meningokokken auf der Oberfläche von Nasen- oder Rachenschleimhaut ohne es überhaupt zu wissen, da ein gesundes Immunsystem in der Lage ist, die Meningokokken zu bekämpfen. Kinder und Säuglinge, deren Immunsystem noch nicht ausgereift  ist, können sich jedoch über eine Tröpfcheninfektion anstecken. So können Sprechen, Husten, Niesen oder Küssen zu einer Infektion mit Meningokokken führen. Tatsächlich stecken sich die meisten Säuglinge und Kleinkinder bei augenscheinlich gesunden Familienmitgliedern oder Betreuungspersonen an.

Wie kann ich mein Kind schützen?

Den einzigen Schutz bieten Impfungen, da Meningokokken unbewusst übertragen werden. In Deutschland können Eltern ihre Kinder durch eine Impfung gegen die fünf am häufigsten vorkommenden Serogruppen schützen.  Am besten lässt man sich frühzeitig beim Kinderarzt beraten, welche Impfungen er empfiehlt und fragt bei der Krankenkasse nach, ob die Impfung übernommen wird.

Was tun, wenn es doch zu einer Infektion kommt?

Auf den ersten Blick und vor allem zu Beginn einer Infektion ist es schwierig Meningokokken zu erkennen. Die Symptome sind zunächst eher unspezifisch und lassen nicht selten eine grippeähnliche Erkrankung vermuten. MENINGITIS BEWEGT. möchte hierfür ein Bewusstsein schaffen und sensibilisieren, damit Eltern und Verwandte im Falle eines Verdachts auf Meningokokken schnell handeln können. Die praktische Symptom-Check-Karten für die Brieftasche, bildet  auf einen Blick alle möglichen Symptome ab.

Symptom-Check-Karte

Symptome Meningokokken Meningitis

Sobald spezifische Anzeichen wie punktuelle Einblutungen in der Haut, Nackensteifigkeit oder eine harte bzw. vorgewölbte Fontanelle auftauchen, herrscht oft bereits akute Lebensgefahr. In diesem Stadium zählt jede Minute und man sollte umgehend ein Krankenhaus aufsuchen. Je früher eine Diagnose gestellt werden kann, desto eher kann eine Therapie mit Antibiotika begonnen und schwere Folgeschäden vermieden werden.

Auf der Kampagnenwebseite www.meningitis-bewegt.de finden Eltern, Schwangere, Kita Mitarbeiter & Co. weiterführende Informationen und Tipps rund um das Thema Meningokokken. Außerdem kann dort die Symptom-Check-Karte heruntergeladen werden.


fragezeichenKanntet ihr die Krankheit Meningitis bereits? Wusstet ihr die Symptome der Infektion? Und welche Erfahrung habt ihr bereits mit Kinderkrankheiten gemacht? 

Das HOBEA-Germany Team wünscht euch und euren Kindern viel Gesundheit!

Wenn das Baby Fieber hat – Kinderarzt Interview

schlafendes-baby-babybody-weissGibt man die Begriffe „Baby“ plus „Fieber“ in eine Suchmaschine ein, werden alleine nur in Deutschland knapp 3,5 Mio. Ergebnisse angezeigt. Besonders wenn die Kleinsten krank sind, sind Eltern schnell verunsichert. Wenn das Baby auch noch das erste Mal krank ist, erhöhte Temperaturen hat und fiebert, sorgt man sich als Eltern natürlich sehr und reagiert ggf. noch unsicher.

Aber ist die Angst rund um die erhöhte Körpertemperatur bei Babys und Kindern begründet oder nicht? Natürlich gibt es auch viele Mythen rund um das Thema Kindergesundheit, welche einen zusätzlich verunsichern.

Daher haben wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Fieber bei Babys und Kindern zusammengestellt und für euch ein Experteninterview mit dem Kinderarzt Dr. med. Christof Metzler geführt.


Erhöhte Temperatur und Fieber beim Baby

Ratgeber und Interview mit Kinderarzt Dr. med. Christof Metzler

1. Herr Dr. Metzler, zum Thema Babys und Fieber gibt es viele Dinge, die zu beachten sind und die man vorab wissen sollte. Ab wann bzw. ab welchen Temperaturen spricht man denn genau von Fieber bei Babys?

Eine Körpertemperatur von über 38°C ist nicht mehr normal, deshalb beginnt für mich Fieber ab 38°C. Manche meiner Kollegen sprechen jedoch von einer „erhöhten Temperatur“ bei Werten zwischen 38 und 38,5°C und für sie beginnt Fieber erst ab 38,5°C. Wichtig: Fieber ist erst ab 42°C gefährlich (nicht 40°C!) – kleine Kinder haben oft (unabhängig von der Schwere der Erkrankung) Fieber über 40°C.

2. Warum kriegen Babys und Kinder viel häufiger Fieber als Erwachsene?

Wenn wir Menschen auf die Welt kommen, dann beginnt unser Immunsystem bei Null – das bedeutet, dass kleine Kinder viel häufiger krank werden, weil die Antikörper gegen die Krankheitserreger zunächst noch nicht da sind und erst durch das Durchmachen der Erkrankung gebildet werden. Dazu kommt, dass die Kleinen wegen des unreifen Immunsystems einfach viel schneller fiebern als die Großen.

3. Fieber: Was passiert genau im Körper?

Fieber ist eine vom Körper automatisch ausgelöste Temperaturerhöhung – also zunächst hobea-baby-body-seepferdchen-weissetwas völlig Natürliches und Normales. Bei Fieber können bestimmte Abwehrprozesse leichter ablaufen, wodurch das Immunsystem leichter Erkrankungserreger bekämpfen und so den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann. Fieber ist für den Körper immer eine „Ausnahmesituation“, das heißt, es wird viel Energie und Kraft für die Krankheitsbekämpfung gebraucht und es sollte deshalb entsprechend Rücksicht genommen werden: in der Fieberzeit braucht der Körper Schonung und Ruhe. Zu Beginn des Fiebers wird häufig ein Schüttelfrost und das Bedürfnis nach Wärme bemerkt, was kurze Zeit später vom Schwitzstadium abgelöst wird: dabei soll der kleine fiebernde Patient nicht zu warm eingepackt werden, damit die Körperhitze auch abgegeben werden kann.

4. Wie stelle ich fest, dass mein Kind fiebert? Was sind erste Anzeichen?

Meist bemerkt man eine Verhaltensveränderung beim fiebernden Kind: es wirkt unlustig, wird schlapp und müde, oft anhänglich und quengelig und der Hunger lässt merklich nach. Oft, aber nicht immer, fühlt es sich auch heiß an.

5. Wo und womit misst man bei Babys am besten Fieber? Was liefert genauere Werte?

Bei Babys und kleinen Kindern ist die Fiebermessung im Popo (anal) per digitalem Thermometer die zuverlässigste Methode, allerdings nur, wenn es ausreichend tief eingeschoben ist! Nach meiner Erfahrung sind andere Messmethoden (Ohr- und Stirnthermometer) nicht ausreichend zuverlässig und führen wegen unterschiedlichen Messergebnissen zu unnötiger Verunsicherung der Eltern.

6. Wie helfe ich meinem fiebernden Baby?

_federwiege-babys-schlaf

Das ist genau der Punkt: nicht die Fieberbehandlung, sondern die Behandlung des fiebernden Kindes steht im Vordergrund: denn oft geht es dem kleinen Fieberpatienten gar nicht so schlecht. Wenn er nämlich die meiste Zeit einfach viel schläft, ausreichend trinkt (weniger essen ist für ein paar Tage kein Problem!) und keine Schmerzen hat, ist eine spezielle Therapie, insbesondere die Gabe von Fiebermitteln, gar nicht erforderlich. Es braucht in dieser Zeit jedoch mehr Zuwendung, Rücksichtnahme und Verständnis durch die Eltern. Leidet es jedoch unter dem Fieber, findet es keine Ruhe und keinen Schlaf, hat es Schmerzen, trinkt es länger als 6-8 Stunden nichts mehr, dann kann eine Senkung des Fiebers für ein paar Stunden eine Linderung der Beschwerden bewirken, da ein Fiebermedikament immer auch gleichzeitig gegen Schmerzen wirkt. Bitte dabei jedoch die angegebene Tageshöchstdosis einhalten, vor allem bei der Gabe von Paracetamol! Grundsätzlich kann man eine Fiebersenkung auch durch Wadenwickel (mit lauwarmem Wasser) zu erreichen suchen. Dazu müssen aber die Beine warm sein und das Kind die Behandlung zulassen…

7. Wann sollte man mit seinem Baby einen Kinderarzt aufsuchen?

Bei einem Baby unter einem Jahr sollte jedes Fieber, das zu einer Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes führt, innerhalb von 12-24 Stunden ärztlich abgeklärt werden. Eine Ausnahme für eine Untersuchung zu einem späteren Zeitpunkt kann sein, wenn zum Beispiel ein offensichtlicher banaler Schnupfen die Ursache für das Fieber ist, das Baby dabei nicht beeinträchtigt ist, ausreichend gut trinkt und auch noch ausreichend Schlaf findet. Bei Kleinkindern kann man drei Tage Fieber auch mal ruhig „abwarten“, solange keine wesentliche Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes besteht und das Kind und die Eltern damit klarkommen. Bei den meisten fieberhaften Infekten ist ein Virus der Auslöser des Fiebers, welches meist spätestens am vierten Tag „von alleine“ wieder verschwindet.


Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Dr. Metzler für dieses Interview und seinen Expertenrat!

Auf seinem Youtube Kanal spricht der Kinder- und Jugendarzt aus seinen persönlichen und Sprechstundenerfahrungen über ein großes Spektrum von Themen rund um das Thema Kinder und Gesundheit. Er erklärt Krankheitsbilder, bespricht Therapieansätze und gibt praktische Tipps hauptsächlich vom 1. bis zum 7. Lebensjahr und auch darüber hinaus.

Hinweis: Die Gesundheitstipps dienen nur als Orientierungshilfe und ersetzen natürlich keine ärztliche und individuell notwendige Beratung.


fragezeichenWie bemerkt ihr bei euren Kleinen Fieber und wie messt ihr es? Was ist euer Geheimtipp um die Kleinen zu beruhigen? Und welche Erfahrungen habt ihr generell mit Fieber gemacht? 

Das HOBEA-Germany Team wünscht euch Gesundheit und wenig Fieber. :)

Naturheilkraft Wärme – Kirschkernkissen bei Babys anwenden

kirschkerne sterne bärchen elefantenBei Magenkrämpfen oder Rückenbeschwerden hat wahrscheinlich schon jeder mal ein Wärmekissen zur Hand genommen. Ob Wärmeflaschen, elektrische Heizdecken oder Kirschkernkissen – die Handhabung ist hier sehr ähnlich: Das Kissen wird jeweils erwärmt und auf die schmerzende Stelle gelegt und schon macht sich wohlige Wärme breit und der Schmerz wird gelindert.

Die wohltuende Wärme der Kissen hilft allen Altersgruppen bei vielen Beschwerdebildern: Um Verspannungen zu lösen oder Krämpfe zu beruhigen – Wärmekissen sind eine Möglichkeit, Beschwerden ohne Einsatz von Medikamenten zu lösen.

Wieso hilft Wärme dem Körper?

Bei Verspannung oder Krämpfen passiert Folgendes: Die Muskeln sind überreizt und verkrampfen. Dadurch verringert sich die Durchblutung und der Stoffwechsel der Muskeln leidet darunter. Die Wärme sorgt dafür, dass die Durchblutung und der Muskelstoffwechsel angeregt und körpereigene Heilprozesse unterstützt werden.

Nicht nur Erwachsene profitieren von der lindernden Wirkung von Wärme. Auch für die Kleinen ist es bereits eine praktische Sache. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten von wärmebringenden Mitteln.

Kirschkernkissen sind beispielsweise ein Naturprodukt und ein guter Wärme- bzw. Kältespender. Ein Vorteil gegenüber einer Wärmeflasche ist, dass das Kissen nicht auslaufen kann und somit Verbrühungen verhindert werden können. Ein aufgewärmtes Kirschkernkissen gibt die Wärme langsam und gleichmäßig ab und passt sich durch die einzelnen Kerne optimal an den Körper an.

Kirschkernkissen bei Babys anwenden

schlafendes Kind mit Bettwäsche in VögelmusterAuch bei Babys gibt es viele Einsatzbereiche, wo ein Kirschkernkissen Wunder bewirken kann.
Gerade bei Neugeborenen sind Blähungen und sogar Koliken oft keine Seltenheit. Durch die Wärme des Kirschkernkissens werden die Verkrampfungen gelöst und die Schmerzen können wesentlich verbessert werden.
Eine weitere tolle Möglichkeit bietet ein Kirschkernkissen auch beim Spazieren gehen. Das Kissen kurz vor dem Spaziergang erhitzen und mit in den Kinderwagen oder Buggy legen. Es wird dem Baby kuschelige Wärme schenken. Dies ist gerade bei kühleren Temperaturen eine ideale Lösung, um den Kinderwagen für das Baby gemütlich zu machen.
Als weitere Verwendung kann man dies auch im Baby- und Kinderbett anwenden. Dazu legt man kurz bevor man das Baby ins Bett legt das aufgewärmte Kissen rein. Ein kuschelig warmes Bettchen kann den Einschlafprozess positiv beeinflussen, da Babys das wohlige Gefühl aus dem Mutterleib bereits gewohnt sind.
Ein Kirschkernkissen ist allerdings nicht nur für Wärmebehandlungen geeignet, sondern auch ein tolles Hilfsmittel für Finger- und Fußmassagen – besonders für eine gezielte Massage für die Aktivierung bzw. Wiederherstellung der Beweglichkeit der Gliedmaßen bei Kindern.

Wie erwärmt man Kirschkernkissen?

Die richtige Temperatur kann mit einem leichten Trick ausprobiert werden. Das Kirschkernkissen einfach vor Nutzung kurz auf die flache Hand legen. Wenn man das Kissen ca. 60 Sekunden lang in der Hand halten kann, ohne dass es weh tut, dann hat es die richtige Temperatur.

 

Die Kirschkernkissen von HOBEA-Germany können entweder ganz einfach im Backofen bei max. 150 Grad ca. 10-15 Minuten erwärmt werden (Tipp: Kissen in Alufolie einwickeln, damit sich der Stoff nicht bräunlich verfärbt) oder in der Mikrowelle bei höchstens 600 Watt 1-3 Minuten.
Dabei sollte unbedingt vorab überprüft werden, ob die Grillstufe der Mikrowelle ausgeschaltet ist. Außerdem ist zu beachten, dass die Kirschkerne zwischen den Einsätzen komplett abgekühlt sind, bevor man das Kirschkernkissen erneut in der Mikrowelle erwärmt.

Die Erwärmung der Kirschkernkissen wird in der Mikrowelle empfohlen: Hier können die Kissen schneller, energiesparender und einfacher erwärmt werden.

Kältebehandlung mit Kirschkernkissen

Kirschkernkissen eignen sich aber nicht nur für eine Wärmebehandlung, sondern sie speichern neben Wärme ebenfalls Kälte. Gerade bei Kopfschmerzen, Migräne, Prellungen und Verstauchungen ist eine Kaltkompresse ideal.

Zum Abkühlen legt man das Kirschkernkissen, in einer Plastiktüte verpackt, für ca. 45 Minuten in den Kühl- oder Gefrierschrank.

Aber auch wenn die Kleinen mal hingefallen sind und ein paar Tränen fließen, dann hilft ein kleines kühles Kirschkernkissen mit Bärchen bestimmt über die Schmerzen hinweg ;)

wärmekissen-kirschkerne-babys


fragezeichenWas macht ihr wenn eure Kids Blähungen oder Bauchschmerzen haben? Verwendet ihr selbst auch Wärmflaschen oder Kirschkernkissen? Und wusstet ihr vor dem Lesen unseres Blogbeitrages für was man sie alles nutzen kann?

Wir freuen uns auf eure Kommentare! Das HOBEA-Germany Team wünscht euch eine schöne Woche ganz ohne Schmerzen und Verspannungen! ;)

 

 

Interview – Kinderfüße, was ist beim Schuhkauf zu beachten?

Kinderfüße müssen viel aushalten, angefangen vom Krabbeln über die ersten babyfuesse - KopieGehversuche bis hin zum wilden Toben und Spielen.
Betrachtet man, dass rund 98 % aller Kinder mit gesunden Füßen auf die Welt kommen, schockiert die Zahl, dass 80 % der Erwachsenen verformte Füße haben. Der Hauptgrund dafür ist falsches Schuhwerk.
Mit dem richtigen Kinderschuhkauf kann man von Beginn an dies frühzeitig vorbeugen.

Im Zusammenhang mit der Besonderheit von Kinderfüßen, haben wir uns gefragt, was man alles bei den zarten kleinen Füßchen beachten muss – ab welchem Alter festes Schuhwerk empfohlen wird und welche Materialien geeignet sind.
Aus dem Grund haben wir für euch ein Interview mit dem Orthopäde Dr. Christoph Pilhofer geführt. Der Orthopäde mit Zusatzbezeichnung Kinderorthopäde erzählt, was beim Schuhkauf zu beachten ist.


Interview mit Orthopäde Dr. Christoph Pilhofer

Wer sind Sie?

„Mein Name ist Dr. Christoph Pilhofer, ich bin niedergelassener Facharzt für Orthopädie mit der Zusatzbezeichnung Kinderorthopädie und betreue in meiner Gemeinschaftspraxis nur mehr fast ausschließlich Kinder und Jugendliche mit orthopädischen Problemen unterschiedlichster Couleur. Mein Alltag reicht dabei von der Beurteilung kindlicher Knickfüße bis hin zur komplexen Betreuung schwerst mehrfach Behinderter.“

Warum ist ein vernünftiges, hochqualitatives, auf die speziellen, kindlichen Anforderungen ausgerichtetes Schuhwerk in den ersten Entwicklungsjahren besonders wichtig? Welche Auswirkungen kann eine Schädigung der Fußgesundheit in diesen jungen Jahren mit sich ziehen?

„Die kindliche Fußentwicklung wie die körperliche Entwicklung im Allgemeinen ist maßgeblich geprägt von den motorischen Anforderungen, die das Kind seinem Bewegungsapparat im positiven Sinne abverlangt. Als Merksatz kann dabei gelten: „Ein Kind wird, was es tut.“ Demnach ist ein Schuhwerk, das diese Anforderungen unterstützt, nicht nur sinnvoll, sondern für eine gesunde körperliche Entwicklung unabdingbar. In diesem Sinne ist auch die Aufforderung zu verstehen, Kinder immer wieder in geeigneten Situationen barfuß laufen lassen, da diese Form der Belastung für die Fußgesundheit essentiell ist. Ich entlehne an dieser Stelle regelmäßig einen Spruch aus der Architektur, dieser lautet: „form follows function“. Übertragen in den Bereich der Medizin bedeutet das, ein Patient braucht nicht einen wohlgeformten Fuß, um gut laufen zu können, sondern wer viel läuft, entwickelt einen regelhaften Fuß.“

Auf welche Aspekte sollte man beim Kauf von Krabbel- und Lauflernschuhen besonders achten? Welche Materialien, Formen, Sohlen etc. sind hier besonders empfehlenswert?

DSC_0328 - Kopie„Die ersten Schuhe sind eigentlich nur eine Schutzhülle und sollen den Fuß zwar vor äußeren Einflüssen wie Kälte, Nässe o.ä. schützen, ihm aber keine Arbeit abnehmen, denn gemäß den Ausführungen in der Frage zuvor ist muskuläre Arbeit ein positiver Faktor für die Entwicklung des Fußes. Insofern sind weiche und strapazierfähige, aber nicht formgebende Schuhe zu bevorzugen. Ich empfehle in meiner täglichen Arbeit die Verwendung von Schuhen aus dem Material Leder, da dieses den genannten Erfordernissen am ehesten entspricht.“

Ab welchem Alter machen feste Schuhe bzw. Lauflernschuhe Sinn und welche Besonderheiten sollten sie mitbringen?

„Die Antwort auf diese Frage macht sich nicht am Alter der kleinen Patienten fest, sondern vielmehr am motorischen Entwicklungsstand. Kinder beginnen etwa im Alter von 10 Monaten sich aus dem Vierfüßler in den eingehaltenen Stand „hochzuarbeiten“ und ab diesem Moment können Lauflernschuhe je nach Umgebung des Kindes (z. B. Fliesen, Steinböden, o.ä.) sinnvoll sein. Feste Schuhe sind erst überlegenswert, wenn das Kind auch beginnt das Umfeld seines Zuhauses zu entdecken, d.h. wenn die elterliche Wohnung auf eigenen Füßen verlassen wird. Feste Schuhe dürfen dabei gerne knöchelübergreifend sein, da Kleinkinder aus ihrem Körperbau heraus nahezu regelhaft einen Knickfuß aufweisen und hier ein Stück weit entgegengewirkt werden kann.“

Baby mit weichen Leder Krabbelschuhen von HOBEA

Wie finde ich die richtige Schuhgröße für das Kind heraus? Wie viel Platz sollte vom Zeh bis zum Schuh vorhanden sein?

„Die richtige Schuhgröße bemisst sich zum einen an der längsten Zehe des Kindes, diese ist erfahrungsgemäß die Großzehe oder die benachbarte zweite Zehe. Vor dieser sollte eine Daumenbreite des Kindes (!) Platz bis zur Zehenkappe des Schuhs sein. Zum anderen sollte der Schuh in seiner Breite der Fußbreite entsprechen. Da Kinder im hier diskutierten Alter keine Angaben zur Passform des Schuhs machen können, empfehle ich den Eltern in meiner Praxis die Anfertigung einer Schablone. Hierzu kann das Kind auf ein Blatt Papier gestellt werden, ein Elternteil fährt dann mit einem Stift eng am Fußrand des belasteten Fußes entlang und diese Schablone kann dann ausgeschnitten zum Schuhkauf verwendet werden. Die Passform im Schuh kann dann anhand der Länge der Schablone im Schuh abgeschätzt werden, ebenso wie die Breite. Hinsichtlich der Länge muss die bereits erwähnte Daumenbreite Platz sein, seitlich dürfen sich die Ränder der Schablone weder aufbiegen noch darf die Schablone schlottern.“

Was ist außerdem bei der Fußgesundheit von Babys und Kleinkindern zu beachten? Wie hält man Kinderfüße langfristig gesund?

„Wie schon erwähnt ist regelmäßiges Barfußlaufen als fußgesund zu betrachten, bei älteren Kinder, sprich ab dem Kindergartenalter, sind auch spielerische Fuß-gymnastik, wie z.B. das Sortieren von Murmeln mit den Füßen, der Zehenspitzengang oder das Zerreißen eines Zeitungsblattes sinnvolle Beschäftigungen zur Kräftigung der Binnenmuskulatur des Kinderfußes.“


Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Pilhofer für dieses Interview und seinen Expertenrat!

Fazit: Für gesunde Kinderfüße und um ein kindgerechtes Schuhwerk zu finden müssen einige Aspekte beachtet werden. Wir haben eine kleine Checkliste mit den wichtigsten Punkten für euch zusammengestellt:

Bild3

  1. Zum Punkt Passgenauigkeit: Wie ihr HOBEA-Germany Kinderschuhe richtig messen könnt, erfahrt ihr in unserem Größenratgeber.

fragezeichenWann habt ihr euren Kleinen festes Schuhwerk angezogen? Wusstet ihr wie man die Schuhgröße richtig misst? Und was haltet ihr generell vom Barfußlaufen?

Das HOBEA-Germany Team wünscht gesunde Füße und jederzeit das richtige Schuhwerk!

Warm und sicher durch die kalte Jahreszeit mit Baby Einschlagdecken

Die Temperaturen werden kühler, Schnupfnasen sind vermehrt zu sehen und kalte Füße und Finger gehören der Tagesordnung an. Da ist es doch verständlich, dass die Kleinen in extra dicken Jacken und Schneeanzügen eingemummelt werden. Das Risiko, dass Babys im Winter überhitzen ist allerdings genauso groß, wie die Gefahr, dass sie auskühlen.

Babys können ihren Temperaturhaushalt noch nicht selbst regulieren und verlieren sleeping babydaher bei kalten Temperaturen schnell an Körperwärme. Wenn Babys also falsch gekleidet sind, kann es schnell zu Unterkühlungen oder Erfrierungen kommen. Daher sind viele Eltern sehr vorsichtig und packen ihre Kleinen zu warm ein, was zu Überhitzung und Schweißausbrüchen führen kann.

Allgemein ist das Anziehen nach dem Zwiebelprinzip richtig. Durch die verschiedenen Schichten wird das Kind länger warm gehalten und bei wärmeren Temperaturen können die Schichten einfach nach und nach entfernt werden. Jedoch immer daran denken: Das Baby mag es zwar warm- aber nicht zu warm! Natürlich ist es wichtig, dass das Baby mollig eingepackt ist, wenn man das Haus verlässt. Aber genauso wichtig ist es auch, ein Baby wieder auszuziehen, wenn ein geheizter Raum betreten wird.

Das gilt überall, wo  behagliche Temperaturen herrschen, wie z.B. bei Arztbesuchen oder Einkaufen mit dem Kind. Wenn die Kleidung der Innentemperatur nicht angepasst wird, beginnt das Baby zu schwitzen und kann sich erkälten, wenn es wieder ins Freie kommt.

Hört sich zwar einfach an, aber alle Eltern kennen doch die An-und-Auszieh-Tortur die damit verbunden ist. Endlich ist das Kind eingeschlafen, da nähert sich der Eingang des Supermarktes und damit auch die Gewissheit, dass die schöne Ruhe mit dem Ausziehen der Jacke dahin ist.

Daher zeigen wir euch heute eine praktische Alternative zur An-und-Auszieh-Tortur und warum zu dicke Kleidung beim Autofahren sogar lebensgefährlich sein kann.

Welche Kleidung sollte im Auto getragen werden?

Immer wieder kommt die Frage auf, wie kleide ich mein Kind für Autofahrten richtig.

Sleep of the child in the carZwar braucht die Heizung im Auto ein bisschen Zeit bis auch das Auto mollig warm ist und da kann man denken, dass eine Winterjacke dann ideal ist, jedoch warnt der ADAC ausdrücklich davor: Nicht mit dicker Jacke Auto zu fahren!

Durch dicke Kinderkleidung wie Schneeanzüge oder Winterjacken liegt der Gurt nicht fest genug am Körper an. Bei einem Aufprall durch einen Unfall kann somit das Futter der Jacke so zusammengedrückt werden, sodass viel Platz zwischen Kind und Gurt entsteht. Aus diesem Grund greift der Gurt zu spät. Schon bei einem abrupten Bremsen kann es dazu führen, dass das Kind schwerwiegende Bauchraumverletzungen erleidet. Der ADAC empfiehlt daher Kinder ohne Winterkleidung anzugurten und gegen die Kälte nach dem Anschnallen das Kind mit einer Decke einzupacken.

Was ist eine Einschlagdecke?

Baby Einschlagdecken lösen die Probleme des ständigen An-und-Ausziehens und geben Sicherheit bei Autofahrten.

Gerade wenn Babys und Kleinkinder beim Bummel durch die Stadt oder beim Autofahren wieder mal eingeschlafen sind, muss man sie – wenn sie in einer Einschlagdecke liegen –  nicht wecken, um sie auszuziehen. Man klappt einfach die Decke auf und die Kleinen können so nicht überhitzen.

Dabei ist die Handhabung ganz einfach: Die Decke wird in die Babyschale oder den Autositz reingelegt und die Gurte durch die vorgefertigten Gurtschlitze durchgezogen.

grafik_anleitung_einschlagdecke_deutsch_2015-1

Was unter der Einschlagdecke anziehen?

Das Kind wird ohne Jacke, dicke Winteranzüge oder Skihosen (einfach ganz normal wie man das Kind zuhause auch anziehen würde) in die Babyschale gelegt und angeschnallt. Daraufhin kann man abhängig von der aktuellen Außen- bzw. Innentemperatur die Decke auf- und zuklappen, um so die Temperatur für das Kind schnell zu regulieren. Das Kind bleibt weiterhin sicher in der Schale angeschnallt.

image-einschlagdecke-baby-giraffe-klNimmt man die Decke aus der Babyschale raus, eignet sie sich  auch perfekt als Wickelunterlage, Schmusedecke,  Krabbeldecke oder Spieldecke für unterwegs.

Nicht nur für kalte Tage!

Baby Einschlagdecken von HOBEA-Germany gibt es in zwei unterschiedlichen Dicken: Die gefütterte  „Winter“ Variante ist für kühle und kalte Tage geeignet (Frühling, Herbst und Winter) und die nicht gefütterte Variante „Sommer“ für wärmere Tage im Frühling und Sommer. Dabei  passen die Decken zu allen gängigen Babyschalen, die über ein 3-Punkt-Gurtsystem verfügen, z. B. Maxi Cosi, Cybex, Osann, Chicco und Peg Perego.

Ein wirkliches Muss für werdende Eltern und ein wichtiger Punkt auf der Liste der Baby-Erstausstattung. So sieht man die Decken auch immer öfters auf Wunschlisten von werdenden Müttern und in Vorbereitungskursen bei Hebammen. 😉

Mehr zu dem Thema: Wie benutze ich eine Baby Einschlagdecke? Schaut euch hierzu unser Video an:

 


fragezeichen

Kennt ihr bereits das lästige An- und Ausziehthema? Habt ihr spezielle Kleidung gekauft, die euch den Alltag erleichtern? Und: Habt ihr schon Erfahrungen mit einer Einschlagdecke gemacht?

Das HOBEA-Germany Team wünscht einen sicheren und warmen Winter – ganz ohne ständiges An- und Ausziehen ;)