Gesundheit

Vergeblicher Kinderwunsch: Wieso werde ich einfach nicht schwanger?

Rund 1,5 Millionen Paare haben einen vergeblichem Kinderwunsch – doch was ist die Ursache und was kann man gegen die vermeintliche Unfruchtbarkeit tun?

„Das klappt eben nicht sofort“, „Du musst halt versuchen entspannt an die Sache heran zu gehen!“, „Setz dich nicht unter Druck“- all diese weisen Aussagen kennt man sicherlich, wenn man mit der Last eines unerfüllten Kinderwunsches leben muss. Auch bewirken die Ratschläge alles andere als Entspannung. Gerade dann, wenn sie von mit Kinderglück gesegneten Paaren stammen. Wenn die Zyklen von negativen Schwangerschaftstests überschattet ins Land ziehen, nehmen Frauen zusätzlich gerne eine vollkommen falsche Wahrnehmung an. Plötzlich sehen sie in ihrem Freundeskreis ausschließlich Paare, bei denen es sofort geklappt hat, aktuell direkt klappt oder zukünftig sicherlich auch in Rekordzeit klappen wird. Dies entspricht aber – allein aufgrund der Biologie des Menschen – nicht der Realität.

Wie lange dauert es bis man schwanger wird?

Familienplanung Kinderwunsch

Die durchschnittliche Wartezeit, bis die gewünschte Schwangerschaft eintritt, liegt etwa zwischen sechs Monaten und einem Jahr. Ein Drittel aller Frauen muss über ein Jahr warten, bis der Schwangerschaftstest zwei rosa Streifen anzeigt. Die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft liegt bei einem sexuell aktiven Paar, dass fruchtbar ist, bei rund 17 Prozent. Der Mensch hat übrigens auch die niedrigste Fortpflanzungsquote aller Spezies dieser Erde.

Auch sollte Frau sich nicht als Schuldige sehen, so wie es Frauen in solchen Situationen gerne einmal tun. Sondern: Gemäß wissenschaftlicher Erkenntnisse weiß man, dass das Problem sowohl bei der Frau als auch beim Mann liegen kann.

Wieso werde ich nicht schwanger?

Gründe für das Ausbleiben einer Schwangerschaft

Wenn man nicht schwanger wird, kann das unterschiedliche Gründe haben. Sowohl Über- als auch Untergewicht können die Chance schwanger zu werden erheblich beeinflussen. Extremer Sport kann bei Frauen beispielsweise dafür sorgen, dass der Eisprung komplett ausbleibt, während ein zu hoher Anteil an Fettgewebe die Überproduktion männlicher Hormone im weiblichen Körper bedingen kann. Dasselbe gilt allerdings auch für Männer: Sehr dünne Männer haben beispielsweise eine schlechtere Spermienqualität vorzuweisen. Man kann sich im Rahmen der Gewichtsfrage aber am Idealgewicht orientieren- die berechnete Kilogrammgrenze ist dann, wie das Wort schon sagt, ideal.

Auch das Rauchen sollten Paare mit Kinderwunsch frühzeitig reduzieren oder im Idealfall komplett einstellen- während der Schwangerschaft sollte ja sowieso nicht geraucht werden. Auch Papa sollte die Glimmstängel im Automaten lassen, nachher raucht Frau und somit auch Kind passiv mit. Rauchen wirkt sich allerdings auch vorab negativ auf die männliche und weibliche Fruchtbarkeit aus. Beim Mann wurden beispielsweise allgemein geringere Spermazahlen und andererseits eine höhere Zahl geschädigten Spermas diagnostiziert. Bei der Frau lagert sich das Nikotin in der Gärmutterschleimhaut ab. Die giftigen Substanzen im Rauch schädigen demzufolge nicht nur die männlichen, sondern auch die weiblichen Keimzellen. Wer schwanger werden will, sollte dementsprechend das Nikotin umgehen. Studien haben ebenfalls ergeben, dass Männer, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, mit dauerhaft verminderter Fruchtbarkeit leben müssen -Die Spermienzahl reduziert sich um 40 Prozent.

Ein Mythos ist, dass die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden mit dem Mond zusammenhängt, was sich irgendein Sternengucker wohl mal zusammenreimt hat, da der weibliche Zyklus mit 28 Tagen exakt dem Mondzyklus entspricht. Kluge Wissenschaftler machten sich also an die schwierige Aufgabe, die Geburtenrate mit dem Mond in Verbindung zu bringen- frei nach dem Motto: bei Vollmond wirst du schwanger- bei Halbmond eher nicht und sobald nur noch eine Sichel den nächtlichen Sternenhimmel besiedelt kannst du es gleich lassen! Die Forschung blieb ergebnislos: der Mond bleibt ein Himmelskörper, der uns keine Babyschwärme auf die Erde sendet. Den Gang ins Planetarium kann man sich beim Kinderwunsch also getrost sparen.

schwangerschaftsbeschwerdenViel relevanter ist die Altersfrage, die wir bereits im Artikel über Karriere und Mutterschaft thematisiert haben. Bereits ab dem 25. Lebensjahr lässt die Fruchtbarkeit langsam nach, während ab dem 35. Lebensjahr der Kinderwunsch nur noch schwierig in die Realität umgesetzt werden kann. Experten sehen in der späten Schwangerschaft die Hauptursache für die verminderte Fruchtbarkeit auf beiden Seiten. Bei Männern soll es ab dem 40. Lebensjahr besonders schwierig werden, da dann weniger Spermien mit geringerer Befruchtungsfähigkeit festgestellt wurden.


Was hilft beim Schwangerwerden?

  1. Faktor Ernährung

Neben einem überhöhten Alkohol- und Zigarettenkonsum, können auch Koffein und fettige Speisen die Fruchtbarkeit einschränken. Wer also den Kinderwunsch umsetzen möchte, der sollte eine gesunde, ausgewogene Ernährung anstreben und auf Genussmittel weitestgehend verzichten, denn diese stehen, gemäß aktueller Studien, in engem Zusammenhang mit dem Schwangerschaftseintritt.

Allgemein gibt es verschiedene Lebensstilmerkmale, die sich negativ auf eine gewollte Schwangerschaft auswirken. So ist beispielsweise auch ausreichender Schlaf und allgemeines Wohlbefinden, in Zusammenhang mit ausreichender Bewegung förderlich um eine Schwangerschaft einzuleiten. Um Unterversorgungen mit speziellen Nährstoffen entgegen zu wirken empfehlen sich beispielsweise auch hochwertige Nahrungsergänzungsmittel.

  1. Wann hüpft es?

Wer schwanger werden möchte kann auch mit Eisprungrechnern arbeiten. Diese sind zwar nicht immer genau. Allerdings erhöht man, wenn man den groben Zeitrahmen, in dem Eizelle und Spermium aufeinander treffen können, kennt, die Wahrscheinlichkeit die Befruchtung zu erhöhen. Um den Eisprung zu ermitteln, bieten sich in der modernen Zeit zahlreiche Möglichkeiten. So kann man beispielsweise auf simple Zyklus-Kalender zurückgreifen oder aber Temperaturmessgeräte nutzen.

  1. Was sagt der Mediziner?

Bevor man sich unnötig nervlich terrorisiert kann man vorab einen Arzt aufsuchen, denn beispielsweise gewisse Medikamente können die Fruchtbarkeit beeinflussen. Interessant ist auch, dass hier der Zahnarzt ebenfalls ein Wörtchen mitzureden hat, denn wer beispielsweise Plomben mit Amalgam-Füllungen im Mund hat, kann ebenfalls seine Fruchtbarkeit minimieren. Das Material beeinflusst nämlich die Hirnanhangsdrüse der Frau negativ und diese ist für die Hormonausschüttung zuständig. Klingt seltsam, ist aber so. ;) Auch können allgemeine Störungen des Hormonspiegels die unfreiwillige Kinderlosigkeit verursachen. Dies ist oftmals leicht durch eine medikamentöse Behandlung in den Griff zu kriegen

Auch der Mann sollte sich vorm Gang zum Urologen nicht scheuen, denn auch dieser kann zahlreiche Faktoren, die die Schwangerschaft der Frau verhindern, aushebeln.

Meist sind die Gründe, warum es mit der Schwangerschaft einfach nicht so klappt, wie man gerne möchte, simpler Natur und kein Grund zur Besorgnis! Wer ein Kind haben möchte, sollte früh genug mit einer intensiven Reinigung des Körpers von störenden Einflüssen beginnen. In zahlreichen Fällen ist die Kinderlosigkeit auf ganz natürlichem Wege und ohne reproduktionsmedizinische Vorgehensweisen entgegen zu wirken.

Wenn die Natur nicht mitspielt…

Im August 2014 wurden auch die gesetzlichen Bestimmungen im Rahmen der Reproduktionsmedizin gelockert, zugunsten der Patienten. Es wurde entschieden, dass nun keine starre Zahl an Eizellen von den Medizinern befruchtet werden darf. Dies bedeutet für die Frau, dass überzählige Eizellen nicht mehr vernichtet werden müssen, was die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöht. Zusätzlich erspart man sich durch das neue Urteil eine weitere teure, aufwendige Hormontherapie. Näheres kann im Stern nachgelesen werden.

Bevor jedoch überhaupt der Weg in die Reproduktionsmedizin gewählt wird, empfiehlt sich, wie bereits erwähnt, auf natürlichem Wege, wie durch die Umstellung des Lebensstils, nachzuhelfen. Dieses augenscheinlich einfache Vorgehen kann bereits ein Schwangerschaftswunder bewirken.


fragezeichenWie lange hat es bei euch gedauert, bis sich die Schwangerschaft eingestellt hat? Habt ihr noch weitere Tipps, damit es mit dem Kinderwunsch klappt? Was haltet ihr von der Reproduktionsmedizin?

Das HOBEA-Germany Team drückt von ganzem Herzen die Daumen, dass der Kinderwunsch bald erfüllt wird und ihr euren kleinen Spatz auf der Welt begrüßen dürft!

2 Gedanken zu „Vergeblicher Kinderwunsch: Wieso werde ich einfach nicht schwanger?“

  1. Eine, laut ihrem Doc, vermeintlich unfruchtbare Besucherin eines meiner Rohkost- Zubereitungskurse verliebte sich da in einen Rohköstler, trennte sich bald von ihrem Mann, zog zum Rohköstlichen, lebte seine Lebensweise mit und war nach nicht ganz einem Jahr schon schwanger :-)
    In diesem Sinne: Don’t worry
    paradise your life!

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